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Katastrophenvorsorge in Bangladesch: Interview mit dem Länderreferenten

Herr Wiemann, Sie sind im Januar 2012 im Projektgebiet gewesen. Wie war Ihr Eindruck von der aktuellen Situation in Bangladesch? Die Fluten sind inzwischen fast vollständig zurückgegangen, so dass die Menschen in ihre Siedlungen zurückkehren konnten. Die Schäden an den Häusern sind zumindest provisorisch behoben und die verteilten Hilfsgüter erleichtern den Betroffenen zusätzlich die Rückkehr in ihren Alltag. Problematisch ist, dass nach wie vor zahlreiche Ackerflächen noch nicht wieder nutzbar sind. So ist die nächste Ernte im Mai des Jahres bedroht. Im Projektgebiet herrscht teilweise bittere Armut. Viele Menschen besitzen nur das Allernotwendigste. Trotzdem habe ich viele sehr freundliche, offene, und aufmerksame Menschen erlebt. Das hat mich beeindruckt.

Werden Sie Pate für das Projekt in Bangladesch

Wurde die Arbeit in den Gemeinden in den Bereichen Gesundheit und Katastrophenvorsorge inzwischen wieder aufgenommen? Ja, wir sind aktuell in 18 Dörfern tätig. Gemeinsam mit den Bewohnern analysieren wir, was im Falle eines Sturms oder einer Überschwemmung problematisch ist: Wer kümmert sich zum Beispiel um ältere und kranke Menschen, die sich nicht selbst in Sicherheit bringen können? Welcher Platz im Dorf ist höher gelegen und bietet Schutz vor den Fluten? Die Dorfbewohner sollen die Gefahren erkennen lernen und wissen, was zu tun ist. Dieses Wissen kann Leben retten. Weitere Maßnahmen der Katastrophenvorsorge werden folgen. Herr Dr. Klose, Sie sind Referent für Katastrophenvorsorge. Das DRK hat ein spezielles Programm zur Vorbereitung auf zukünftige Katastrophen erarbeitet, welches in verschiedenen Ländern der Welt umgesetzt wird. Worum geht es dabei konkret? Das Programm wendet sich grundsätzlich immer an zwei Zielgruppen: die lokalen Rotkreuz- bzw. Rothalbmondmitarbeiter und die Menschen, die in den gefährdeten Gemeinden leben. Das DRK berät die Kollegen vor Ort und koordiniert die Arbeit zu Beginn, damit diese das Programm dann eigenverantwortlich durchführen können. Am Anfang steht die Analyse der Risiken: Welche gibt es (z.B. Überschwemmungen, Erdbeben) und welche Folgen hat das für die Menschen? Was wurde bisher getan, wenn die Katastrophe eintrat und welche Maßnahmen haben sich in diesen Fällen bewährt? Zu Beginn dieses Prozesses wird auch der Bedarf an freiwilligen Helfern festgelegt und ein Schulungsplan für die Ehrenamtlichen erstellt. Anschließend wird die individuelle Situation der Gemeinden analysiert. Darauf aufbauend wird zusammen mit der Bevölkerung ein konkreter Plan für jedes einzelne Dorf entwickelt, der vorbeugende und vorbereitende Maßnahmen im Hinblick auf zukünftige Katastrophen enthält. Zur Vorbeugung gehören unter anderem Aufklärungsveranstaltungen im Bereich Gesundheit/Hygiene und in Erster Hilfe sowie die Gründung von Gemeindegruppen. In den Gruppen finden sich engagierte Freiwillige zusammen, die im Katastrophenfall die ersten Ansprechpartner sind, z.B. warnen sie die Bevölkerung per Megaphon, helfen den Menschen, ihre Häuser zu befestigen und begleiten notwendige Evakuierungen. Sie leisten Erste Hilfe, betreuen Verletzte und Bedürftige und führen regelmäßige Katastrophenschutzübungen durch. Welche der beschriebenen Maßnahmen sind für das DRK-Patenprojekt Bangladesch vorgesehen? Nach der noch laufenden Analyse mit den Kollegen vom Roten Halbmond wird in den einzelnen Gemeinden gerade der individuelle Bedarf an Unterstützung ermittelt. Ein Schwerpunkt wird sicher im Bereich der Aufklärung zu Fragen der Gesundheit und Hygiene liegen, sowie in der Vermittlung von Erste Hilfe Kenntnissen. In den vorhandenen Gesundheitszentren haben wir ausgebildete Fachkräfte, die dieses Wissen vermitteln können. Ein weiteres wichtiges Thema ist, wie die Menschen ihr Hab und Gut vor den Fluten schützen können: Welche Papiere sollte ich mitnehmen? Wie kann ich Vorräte so verpacken und lagern, dass sie keinen Schaden nehmen? Wie kann ich mein Haus befestigen? Diese und ähnliche Fragen werden direkt vor Ort in den Dörfern besprochen und trainiert. Herr Wiemann, wie ist Ihre persönliche Bilanz nach dem Besuch? Die Menschen in Bangladesch benötigen dringend weiterhin die Hilfe des Roten Kreuzes. Schon bei der Überflutung im August letzten Jahres hat sich gezeigt, dass Aufklärungs- und Schulungsmaßnahmen erste Früchte tragen. Es lohnt sich, sich für diese Arbeit zu engagieren! Ich freue mich über jede Spende, die uns hilft, dieses Projekt umzusetzen!
Das Interview führte Antje Brack Weiter lesen

Mittwoch, 17.04.2013, 06:03

Bilanz „Das Große Stricken“: 21 innovative Altenhilfe-Projekte gefördert

Sagenhafte 191.222 witzige, selbstgestrickte Mützchen kamen zusammen, als das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit dem „Smoothie“-Hersteller innocent und dem Lebensmittelhändler REWE im Herbst 2011 zum „Großen Stricken“ aufrief.

Gleich paketeweise trafen die Handarbeiten ein und zierten danach die Flaschen der innocent-Fruchtsaftgetränke in den REWE-Regalen. Die Jugendrotkreuzgruppe (JRK) aus Rösrath schickte allein 4.861 und der DRK-Kreisverband Bremen 2.545 Mützchen.

Die gute Idee dahinter: Innocent und REWE spenden für jedes mit Mützchen verkaufte Getränk 30 Cent an das DRK. Insgesamt kamen auf diese Weise 57.366 Euro zusammen, die für die Altenhilfe im Deutschen Roten Kreuz bestimmt sind.

DRK-Projekte aus ganz Deutschland konnten sich um Fördergelder aus dem „Das Große Stricken“-Topf bewerben - jetzt stehen die 21 Gewinner fest. Darunter sind ein „Garten der Sinne“ für demenzkranke Senioren im schleswig-holsteinischen Berkenthin, die Einbeziehung von Tieren in die Demenztherapie des Pflegeservice Oberspreewald-Lausitz sowie der Ausbau der Palliativpflege im Altenheim der DRK-Schwesternschaft in Wuppertal. Außerdem ein Rollstuhlführerschein, den Menschen ab 12 Jahren im hessischen Biedenkopf erwerben können, um älteren und behinderten Menschen eine bessere Teilhabe zu ermöglichen.

Das Deutsche Rote Kreuz sagt: Danke für die Hilfe!

Hintergründe zum Projekt "Das Große Stricken" für das DRK
Fotos, Mützchen-Recyclingideen und mehr unter www.dasgrossestricken.de. Weiter lesen

Montag, 15.04.2013, 08:03

„Mein Einsatz für Aidswaisen hilft meinem ganzen Dorf“

Seit neun Jahren engagiert sich Lirda Davide Mondlane freiwillig beim Mosambikanischen Roten Kreuz. Augenblicklich unterstützt sie ein Aidswaisen-Projekt in der Provinz Tete, im Norden des Landes.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz werden dort unterstützende Angebote für Waisenkinder aufgebaut: In den sogenannten Kinderclubs bekommen die Kinder eine pädagogische Betreuung. Dabei steht die Freizeitgestaltung im Vordergrund. Es wird aber auch Wissen vermittelt, zum Beispiel kunsthandwerkliches Arbeiten und Schneidern. Daneben gibt es noch individuelle Hilfen für die Waisenkinder. Diese Aufgabe hat Lirda Davide Mondlane übernommen. Über ihren Einsatz sagt sie: Ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und habe vier Kinder. Mein Mann ist Bauer, wir leben also von der Landwirtschaft. Ich engagiere mich freiwillig für das Rote Kreuz, weil mich die Idee dahinter überzeugt: Leben zu retten und Not zu lindern. Zusammen mit anderen Freiwilligen kümmere ich mich um die Waisenkinder in meinem Dorf. An zwei Tagen in der Woche besuche ich die Familien, in denen die Kinder untergebracht sind. Diesen Kindern zu helfen und damit einen Beitrag zu leisten, um ihr Leben zu verbessern, ist für mich eine sehr befriedigende Aufgabe.

Werden Sie Pate für dieses Projekt!

Bei meinen Besuchen prüfe ich den Gesundheitszustand der Waisenkinder und wir reden darüber, wie sie sich durch einfache hygienische Maßnahmen gesund erhalten können. Auch HIV-Infektionen und AIDS spreche ich offen an, um ein Bewusstsein für die Erkrankung zu schaffen und zu zeigen, wie man sich schützen kann. Ich erkundige mich danach, wie es in der Schule läuft und manchmal nehme ich an den Aktivitäten des „Kinderclubs“ teil – wir organisieren verschiedene Veranstaltungen, z.B. lesen wir den Kindern Bücher vor, wir singen, tanzen und spielen mit ihnen. Mit meinen Besuchen möchte ich auch erreichen, dass die Familien sich langfristig gut um die Waisenkinder kümmern können und wissen, worauf es dabei ankommt. Mit meiner Arbeit möchte ich den anderen Dorfbewohnern zeigen, dass ich Verantwortung übernehme und mir das Wohlergehen der Kinder sehr wichtig ist. Vielleicht fühlen sich dadurch andere auch motiviert zu helfen. Ich freue mich sehr, dass es in Deutschland Paten für unsere Aidswaisen gibt, die durch ihre Spenden Verantwortung übernehmen und den Kindern damit neuen Lebensmut geben! Ihnen allen ganz herzlichen Dank! Weiter lesen

Montag, 18.03.2013, 02:03

37. Bundeswettbewerb im Rettungsschwimmen in Freital bei Dresden

Am 19. Mai 2012 findet in Freital bei Dresden der 37. Bundeswettbewerb im Rettungsschwimmen der DRK-Wasserwacht statt. Rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Helfer aus dem ganzen Bundesgebiet werden an diesem Wochenende die Schwimmhalle und das Umfeld des Sportzentrums bevölkern und unter sich die besten Rettungsschwimmer ermitteln.
 
Die vier- bis sechsköpfigen Teams werden ihr Können neben den Schwimmwettbewerben (Tauch-, Flossen-, Kleider- und Rettungsschwimmen) auch in Fähigkeiten und Kenntnissen in Erster Hilfe, Wasserrettung sowie im Umwelt-, Natur- und Gewässerschutz unter Beweis stellen.
 
In dem zehnstündigen Wettkampfmarathon um Sekunden und Punkte werden die Mannschaften auch den Wettkampfort wechseln müssen. Während die Schwimmwettbewerbe in der Schwimmhalle ausgetragen werden, müssen die Erste-Hilfe-Stationen in Umfeld der Halle stattfinden. Dort werden auch konkrete Unfallsituationen nachgestellt. Dabei kommt es immer auf rasche und fachgerechte Versorgung der Unfallopfer an. Angewendet werden müssen dabei die neuesten Regeln zur Wiederbelebung.
 
Wir laden Sie herzlich ein zu viel Aktion und Tempo:

37. Bundeswettbewerb im Rettungsschwimmen
Beginn: 19. Mai 2012, 08:15 Uhr
Siegerehrung: ca. 21:00 Uhr
Ort: „Hains“-Freizeitzentrum, An der Kleinbahn 24, 01705 Freital

Für Fragen steht Ihnen Andreas Lehning, stellvertretender Bundesleiter Wasserwacht, zur Verfügung. Tel: 0170 / 4865336.
 
Ansprechpartner vor Ort ist Dr. Dieter Schütz, Tel. 0162-2002029.



Ansprechpartner
DRK-Pressestelle

Dr. Dieter Schütz
Tel. 030 85404 158
schuetz@drk.de

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Sonntag, 16.12.2012, 05:03

„Stark für Erfolg“: DRK berät Eltern mit und ohne Migrationshintergrund in Bildungsfragen

Am 14. Mai fiel der Startschuss für das neue DRK-Projekt „Stark für Erfolg“. An zunächst 15 DRK-Standorten werden ab sofort Eltern bei typischen Fragen rund um das Thema Bildung beraten. Dabei werden insbesondere die Bedürfnisse von Familien mit Migrationshintergrund berücksichtigt. Typische Fragen könnten sein: „Ist eine Kita sinnvoll für mein Kind?“, „Braucht es zusätzliche Sprachförderung oder Hausaufgabenhilfe?“, „Welche Schule ist die richtige?“, „Wie kann ich zu Hause gute Lern- und Entwicklungsbedingungen schaffen?“ und ähnliche. Der Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungserfolg ist in Deutschland bedenklich stark ausgeprägt. „Stark für Erfolg“ soll daher helfen, Bildungsbenachteiligungen vor allem von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund auszugleichen. Mädchen und Jungen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft sollen dadurch besser ihre Talente entfalten und zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten heranwachsen können. Zu diesem Zweck sollen um die beteiligten DRK-Standorte herum unterschiedliche Akteure – Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Integrationsagenturen, Schulen und Migrantenorganisationen - miteinander vernetzt werden. Das Modellprojekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und läuft bis Ende 2014. Die ersten Projektstandorte sind Hannover, Düsseldorf, Aachen, Hamm, Bremen, Hamburg, Aalen, Haßfurt, Kempten, Offenbach, Bitburg, Saarbrücken, Leipzig, Halle und Kiel. Weitere 15 Standorte werden im Januar 2013 ihre Arbeit aufnehmen. Interessierte Kreisverbände und Einrichtungen können sich im Herbst 2012 um die Teilnahme bewerben. Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer. Kontakt zur Projektkoordinatorin:

Djamila Younis
Tel: 030 85 404 570

younisd@drk.de
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Freitag, 16.11.2012, 14:03

Peru: Humanitäre Hilfe zur Linderung der Folgen des Erdbebens in Ica

Am 30. Januar 2012 erschütterte ein Beben der Stärke 6,2 das peruanische Department Ica südlich von Lima. Als Folge zerbarst die Hauptabwasserleitung der Stadt Ica. Die austretenden Abwässer überschwemmten die Häuser der anliegenden Wohnviertel.

In dem Projekt in der städtischen Region Ica in Peru geht es um die Verhinderung des Ausbruchs von Epidemien und von durch Wasser übertragene Krankheiten durch die Sicherstellung adäquater Sanitärbedingungen. Um dies zu erreichen, versorgt das DRK die Bevölkerung mit Trinkwasser mittels eines Tankwagens. Außerdem erhalten 1.400 Familien verschließbare 20-Liter-Wasserbehälter, Hygiene-Kits sowie Desinfektionsmittel. Freiwilligen-Teams des Roten Kreuzes unterstützen die Aufklärungskampagnen des Gesundheitsministeriums, um die Bevölkerung zum äußerst sparsamen Umgang mit Wasser anzuhalten und über Hygienemaßnahmen zu informieren. Das Projekt läuft bis zum 26. August 2012 und hat ein Volumen von 86.417 Euro. Davon wer-den 77.775 Euro vom Auswärtigen Amt gestellt. Weiter lesen

Freitag, 17.08.2012, 12:03

Peru: Nothilfe für Opfer der Überschwemmungen am Amazonas

Schwere Überschwemmungen haben während der letzten Monate in der gesamten Amazonasregion in Südamerika Menschen obdachlos werden lassen und ihnen ihre Lebensgrundlage genommen.

In dem Projekt in der Region um die Stadt Iquitos im Norden Perus im Amazonasgebiet geht es um die Verbesserung der Sanitär- und Wohnbedingungen für die Überschwemmungsopfer, die in Notunterkünfte evakuiert werden mussten. Außerdem soll der Ausbruch von Epidemien und durch Wasser übertragene Krankheiten verhindert werden. Um dies zu erreichen werden an 1.000 Familien in Notunterkünften Hygiene- und Reinigungsartikel, verschließbare Wassereimer und Chlortabletten zur Wasserdesinfizierung, sowie Decken und Matratzen verteilt. Um dem Ausbruch von Malaria durch die zu erwartende verstärkte Moskito-Plage vorzubeugen, werden außerdem Moskitonetze an die Familien ausgehändigt. Darüber hinaus werden Freiwilligen-Teams des Roten Kreuzes Hygiene-Aufklärungskampagnen unter den Betroffenen durchführen. Das Projekt läuft bis zum 23.07.2012 und hat ein Volumen von 143.800 Euro. Davon werden 129.420 Euro vom Auswärtigen Amt gestellt. Weiter lesen

Samstag, 18.08.2012, 01:03

DRK versorgt 10.000 Kinder in Syrien mit Milch

BERLIN Das Deutsche Rote Kreuz wird in den kommenden Wochen Milchpulver für 10.000 Kinder in Syrien bereitstellen. Mit dieser Hilfe können Kinder drei bis vier Wochen lang mit Milch versorgt werden. Das Milchpulver im Wert von 50.000 Euro wird in der Region beschafft und von Mitarbeitern des Syrischen Roten Halbmondes verteilt. Die Hilfe ist möglich dank finanzieller Unterstützung vom deutschen Auswärtigen Amt.

In Syrien leiden insbesondere Kinder unter den steigenden Lebensmittelpreisen und dem Mangel am Notwendigsten. Der Preis von Milch hat sich in den Unruhegebieten vervierfacht.

„Wir arbeiten eng mit unserer Schwesterorganisation, dem Syrischen Roten Halbmond, zusammen“, sagte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters auf einer Pressekonferenz in Berlin. „Über die mutigen Mitarbeiter des Roten Halbmondes hat das Deutsche Rote Kreuz bereits Decken, Lebensmittel, Matratzen und Hygienepakete an 30.000 Menschen verteilen können.“

Seiters wiederholte auch seinen Appell an die Konfliktparteien, den Helfern freien Zugang zu den Krisenregionen zu gewährleisten.

Innerhalb Syriens sind hunderttausende Menschen auf der Flucht. Wie viele es genau sind, weiß niemand. Aber der Syrische Rote Halbmond geht von 250.000 bis 500.000 Flüchtlinge aus, allein innerhalb Syriens.
 
Die aktuelle Milchpulverlieferung ist möglich dank finanzieller Unterstützung vom deutschen Auswärtigen Amt. Für weitere humanitäre Hilfe in Syrien ist das DRK dringend auf Spenden angewiesen.

Spendenkonto: 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00
Stichwort: Flüchtlingshilfe
Online-Spende: www.DRK.de/onlinespende

Ansprechpartner
DRK-Pressestelle

Dr. Dieter Schütz
Tel. 030 85404 158
schuetz@drk.de

Fredrik Barkenhammar
Tel. 030-85404 155
barkenhf@drk.de

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Dienstag, 14.08.2012, 09:03

Erste DRK-Statistik zum Bundesfreiwilligendienst: Männlich, jung und gut ausgebildet / Mehr Bewerber als Stellen

Am heutigen Weltrotkreuztag legte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) erstmals eine repräsentative Statistik zum neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD) im DRK vor. Anders als im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) engagieren sich im BFD mehr Männer als Frauen. Obwohl der BFD für alle Altersgruppen offen steht, dominiert beim DRK die Gruppe der unter 27-Jährigen, von denen jeder Zweite ein Abitur in der Tasche hat. An die Bundesregierung appellierte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters, die Freiwilligendienste den freien Trägern zu überlassen und nicht mit ihnen in Konkurrenz zu treten.  

Dr. Seiters sagte vor der Bundespressekonferenz: „Der Bundesfreiwilligendienst hat einen Achtungserfolg hingelegt. Wir könnten 5.000 Plätze besetzen – also etwa doppelt so viele, wie vorhanden. Das ist aber aus finanziellen Gründen derzeit nicht möglich, weil der Bund nicht die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellt.“ Seiters appellierte an den Bundestag, wenigstens für 2013 den Weg frei zu machen für eine Aufstockung der Bundesmittel.

Von bundesweit 35.000 BFD-Plätzen hat sich das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben – BafZA – über 12.000 selbst gesichert. Dabei spielt die Bundesbehörde nach Ansicht des DRK eine unglückliche Doppelrolle. „Das BafZa ist für die Anerkennung der BFD-Stellen zuständig und es ist gleichzeitig Anbieter von BFD-Stellen. Das ist eine klare Interessenskollision zum Nachteil der freien Verbände. Wir sind der Meinung: Der Staat soll die Freiwilligendienste den freien Trägern überlassen, die können es besser“, sagte Seiters.

Die Statistik im Überblick: Von rund 2.500 Teilnehmern insgesamt sind rund 60 Prozent männlich. Das ist wohl damit zu erklären, dass der BFD in den Augen vieler junger Menschen in der Tradition des Zivildienstes steht. Bei den Altersgruppen sind die unter 27-Jährigen deutlich in der Mehrheit (80 Prozent). Die mittlere Altersgruppe (28 bis 59 Jahre) ist mit 16 Prozent repräsentiert. Einen sehr geringen Anteil haben die über 60-Jährigen (3 Prozent). Ebenfalls einen geringen Anteil haben Menschen mit Migrationshintergrund (3 Prozent). Beiden Gruppen will das DRK in Zukunft mehr als bisher passende Angebote für ein Engagement machen.

Die meisten Teilnehmer haben Fachhochschulreife oder Abitur (47 Prozent). Auch die mittleren Bildungsabschlüsse sind gut vertreten (37 Prozent). Der Anteil der Hauptschulabgänger hingegen ist relativ gering (16 Prozent). Das deckt sich mit anderen Studien des DRK. Sie haben gezeigt, dass diejenigen, die optimistisch in die Zukunft blicken, eher zu einem gesellschaftlichen Engagement bereit sind – im Vergleich zu den Menschen, die sich um ihre eigene Existenz sorgen.

Die attraktivsten Einsatzbereiche im BFD beim DRK sind Krankentransport und Notfallrettung (19 Prozent), sowie der Einsatz in Kliniken und Krankenhäusern (19 Prozent). Ebenfalls begehrt sind Plätze in Altenpflegeheimen und Sozialstationen (16 Prozent). Es folgt eine große Bandbreite weiterer Einsatzfelder: Behinderteneinrichtungen, Kitas, Schulen, Fahrdienste, Menübringdienste, Blutspendedienste und viele andere.

Seiters: „Insbesondere die guten Teilnehmerzahlen bei der Kranken- und Altenpflege machen uns Hoffnung, dass sich viele junge Menschen während des Freiwilligendienstes für einen späteren Berufseinstieg in diesen Bereich entscheiden. Denn der Mangel an Pflegekräften wird sich in den nächsten Jahren noch zuspitzen.“

Das Deutsche Rote Kreuz ist mit rund 11.500 Plätzen größter Anbieter beim Freiwilligen Sozialen Jahr. Seit Aussetzung des Zivildienstes hat das DRK zusätzlich 2.500 Stellen im BFD aufgebaut. Hinzu kommen noch rund 300 Einsatzplätze im Ausland.

Die vollständige BFD-Statistik: DRK-Statistik Bundesfreiwilligendienst - Soziodemografie
DRK-Statistik Bundesfreiwilligendienst - Einsatzbereiche
DRK-Statistik Freiwilliges Soziales Jahr - Soziodemografie + Einsatzbereiche

Ansprechpartner
DRK-Pressestelle

Dr. Dieter Schütz
Tel. 030 85404 158
schuetz@drk.de

Stephanie Krone
Tel. 030 85 404 161
krones@drk.de






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Mittwoch, 10.10.2012, 08:03

Bundesfamilienministerium und DRK eröffnen bundesweite „Aktionstage Wertebildung“

Eine Pizza stand heute im Zentrum eines Berliner Fototermins. Sie wurde gemeinsam von Petra Mackroth, Unterabteilungsleiterin im Bundesfamilienministerium, und DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg gebacken – und gab damit den Auftakt zu den bundesweiten „Aktionstagen Wertebildung“ (5. bis 15. Mai).

„Werte sind keine abstrakte Größe. Sie sind Teil unseres Alltags, unseres Familienlebens und das Wertefundament unserer Gesellschaft", sagte Petra Mackroth anlässlich der Eröffnung der bundesweiten Aktionstage Wertebildung in Berlin. "Familien, in denen ein schlüssiger Wertekanon gelebt wird, tragen zum Wohlergehen von Kindern bei und stärken unsere Gesellschaft. Die vielfältigen Aktionen in den kommenden Tagen zeigen anschaulich, wie das im Alltag gelingen kann."

DRK-Vizepräsidentin von Schenck vor der Eröffnung: „Alle reden über Werte – aber welche für Kinder wirklich wichtig sind und wie man sie praktisch lebt, das ist oft die Frage. Dabei gibt es wunderbare Ideen, wie wertesensible Erziehung in der Praxis funktionieren kann.“     

Vom 5. bis zum 15. Mai, dem Internationalen Tag der Familie, geben Aktionen im gesamten Bundesgebiet Anregungen, wie Werte mit Kindern gelebt werden können. Familien buddeln und pflanzen beim Gartenaktionstag in Bremen. Jugendliche erleben Zusammenhalt beim gemeinsamen Floßbau auf Rügen. Zahllose Postkarten mit Lieblingswerten werden aus Bad Oldesloe versendet. Und in Guben steigt ein deutsch-polnisches Familienfest. An den elf Aktionstagen ist vom Mitmachangebot für Familien bis zur Fachveranstaltung für Profis für alle etwas dabei.

Die Aktionstage finden 2012 zum ersten Mal statt. Initiiert wurden sie vom Projekt „Wertebildung in Familien“. Ziel ist, zu zeigen, wie vielseitig und spielerisch Werte und Wertebildung umsetzbar sind. Am Projekt sind bundesweit ausgewählte Einrichtungen kommunaler und freier Träger unterschiedlichster Weltanschauung beteiligt. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Träger ist das Deutsche Rote Kreuz. Weitere Informationen unter www.wertebildunginfamilien.de.


Ansprechpartner
DRK-Pressestelle

Dr. Dieter Schütz
Tel. 030 85404 158
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Stephanie Krone
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für Projekt-Interessierte

Dr. Charlotte Giese
Tel: 030 / 85 404 342
giesec@drk.de
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Freitag, 13.04.2012, 09:03